Mediale 2014 – Vortrag zu Bewegtbild im Internet

Bewegtbild für das Internet ist eine neue Disziplin. Was bedeutet das für die Konzeption und die Filmproduktion?

Daniel Engemann hat sich zu diesem Thema auf der Mediale 2014 in Hamburg geäußert. Die Präsentation zum Vortrag findet ihr hier: Online Video – its not just Cats

Lass uns Freunde bleiben – Blogger Relations vs. Facebook

Noch immer ist das Thema Blogger Relations in der Berufskommunikatorenfraktion aktuell. Nicht verwunderlich denn Schuster bleiben natürlich bei ihren Leisten.
Verständlicher wird dies unter dem Gesichtspunkt der Konstanz: Früher waren die Ansprechpartner Journalisten, dann Blogger, dann Influencer, demnächst dann die YouTuber (allein daran wird wieder mal deutlich wie weit der Mainstream zurückhängt, auch in der Kommunikation). Verständlich auch, weil es mühsam ist, sich den ständig ändernden Begebenheiten auf Facebook anzupassen, bzw. neue, funktionierende Herangehensweisen für die sich ändernde Landschaft zu erarbeiten. Dass einige Strategen Facebook nicht mehr als sinnvollen Kommunikationsort erachten ist für viele scheinbar das langersehnte Signal, auf andere, kontrollierbarere Pferde zu setzen und Facebook einfach mit dem bekannten Schema so lange weiter zu bedienen, bis die Kunden selber den Hahn zudrehen. Nun fängt auch Twitter an, am Newsfeed herumzuschrauben, leider noch bevor das Anzeigenprodukt für nur in Deutschland werbende Firmen/Agenturen der Rettungsanker sein konnte, denn mit Werbebudget lässt sich ja bekanntlich jede Kampagne zum Guten wenden.

Natürlich gehört Blogger Relations auch zu AntTrails Portfolio. Oder Influencer Relations. Oder was auch immer gerade nom du jour ist, meine Meinung dazu vom vergangenen Dezember sollte bekannt sein. Man muss sich aber immer die Frage stellen, was der effizienteste Ansatz ist, sowohl für den Kunde und Agentur.

©communitymanagerappreciationday.com
©communitymanagerappreciationday.com

Meines Erachtens ist es sinnvoller, den schwierigeren Weg (ja, den über Facebook) weiterhin zu gehen, weil er insgesamt besser skaliert und messbarer ist als Blogger Relations. Die schwierige Frage nach dem Social ROI hört ja nicht bei Facebook und Twitter auf, sondern muss auch bei Blogs gestellt werden. Und längst nicht alle Blogger wissen über ihre Reichweite, Leserschaft, etc Bescheid,  hinzukommt, dass die Bloglandschaft noch weiter fragmentiert bleiben wird, Leser weiterhin nicht die Zeit haben, 20 Fashionblogs zu lesen. Micro-Nischen sind sinnvoll, aber zurzeit ist das über Facebook einfach besser steuerbar, bedienbar und messbar.
Natürlich hat es (nicht zuletzt SEO-) Vorteile, wenn man die „Botschaft“ auf viele Blogs/Webseiten etc streut. Andererseits profitiert die Marke sehr davon, wenn die Facebook Seite die Community zusammen führt und sich viele Markenfreude dort aktiv beteiligen, weil der Ton stimmt.

Wir sehen die stetige Veränderung der Rahmenbedingungen bei Facebook als Indiz dafür, dass das Netzwerk weiterhin bestehen wird und nicht den Weg von MySpace und Friendster gehen wird, eben weil es sich anpasst bzw. richtiger: den Weg vorgibt. Und wir merken, dass die Tools mit wachsen, sodass wir auf die Frage nach einem ROI gute, befriedigende Antworten geben können.