Let's Change Our Worklife! – MINISTRY trifft Augenhöhe 2016

Ministry und die Augenhöhe Camps 2016

 

Augenhöhe wird bei uns groß geschrieben. Ist aber auch der Titel eines durch Crowdfunding finanzierten Films für eine bessere Arbeitswelt. Der erste AUGENHÖHE Film hat 2015 viele Menschen und Unternehmen wachgerüttelt und dazu inspiriert, aus alten Arbeitsroutinen auszubrechen. Seitdem ist eine ganze Menge passiert. So finden in Hamburg, Frankfurt, Berlin und München die Augenhöhe-Camps, sowie deutschlandweit diverse Augenhöhe-Stammtische, statt. Die Idee ist zur Bewegung geworden. Wir waren kürzlich in Hamburg und Berlin als Sponsoren und Teilnehmer dabei und möchten nun, mit etwas Zeitverzug, dennoch unbedingt, darüber berichten! 

Die Augenhöhe-Camps dienen als Lernraum. Diese einfache Beschreibung, die sich auf der Website findet, ist absolut passend. Ergänzen sollte man allerdings, dass es sich auch um ein top Networking Event handelt. Man kommt super unkompliziert und quasi wie von selbst mit anderen Teilnehmern ins Gespräch, vom Azubi zum Geschäftsführer.

Das passiert bei einem Augenhöhe Camp

Auf den Augenhöhe-Camps treffen sich verschiedenste Menschen, die über ganz konkrete Problemen, Themen und Anliegen aus ihrem Arbeitsalltag diskutieren, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Das Format an sich ist unheimlich offen, frei und dort, wo es notwendig ist, strukturiert und geregelt. Grob läuft es so ab: Alle trudeln ein, basteln sich selbst bunte Namensschilder mit Infos zu ihren Interessen und legen bei einem Tässchen Kaffee mit Networking los. Bevor die eigentlichen Sessions, bei denen in Kleingruppen für etwa eine Stunde pro Thema diskutiert wird, beginnen, gibt es eine Einführung samt Mini-Kennenlernrunde.

Exkurs: Meine Augenhöhe Lieblingsregel

Aus der Einführung besonders erwähnenswert und im Laufe des Tages immer wieder hilfreich, finde ich persönlich eine ganz bestimmte Augenhöhe Camp Regel: Man kann und soll jederzeit wortlos die Session verlassen, wenn man weder etwas beizutragen hat, noch das Gefühl, persönlich etwas zu lernen. Das finde ich gut! Denn wer kennt das nicht: man ist auf einer Konferenz oder einem Barcamp, landet in einem Vortrag, der erstmal spannend klang – sich dann aber, aus welchem Grund auch immer, als völlige oder zumindest überwiegende Zeitverschwendung herausstellt. Und dann sitzt man da und überlegt, was das kleinere Übel ist: Unter vernichtenden Blicken den Raum verlassen und sich schnell eine bessere Alternative zu suchen oder doch brav sitzen zu bleiben und unauffällig nebenbei etwas anderes am Mobile Device zu erledigen. Auch wenn ich übrigens gar nicht so oft wortlos die Session verlassen musste. Es war einfach gut zu wissen, dass es nicht nur geht, sondern sogar erwünscht ist.

Aber zurück zum Ablauf! Nach Kaffee, Kennenlernen und der Verkündung aller wichtigen Infos, erläutern diejenigen, die eine Session anbieten möchten, am Mikrophon kurz ihr Thema. Diese landen dann an einer der drei Pinnwände, auf denen man sehr übersichtlich alle Themen des Tages samt Uhrzeit und Besprechungsort nachschauen kann. Anschließend geht das eigentliche Camp los: man sucht sich seine Themen aus, geht zu den Sessions, lernt, diskutiert und tauscht wertvolle Erfahrungen mit den anderen Teilnehmern. That’s it!

Berlin vs. Hamburg: wo war’s besser?

Da wir das Vergnügen hatten, als Sponsoren zu “unseren” beiden Camps auch als Gäste eingeladen worden zu sein möchten wir einen kurzen Städtevergleich zwischen Berlin (08.09.2016) und Hamburg (07.07.2016) machen!

Die Locations

Hamburg

 Der Altonaer Kaispeicher ist wunderschön direkt an der Elbe gelegen, mitsamt großer Terrasse. Eine sehr helle, luftige Location mit riesigen Räumen und einer modernen Ausstattung. Clean, weiß, kein Schnick-schnack.

Berlin

Das betahaus in Berlin-Kreuzberg ist verwinkelt, gemütlich und hat viele lauschige Ecken. Bunt, total unterschiedliche Räume, rundum freundlich und einladend!

Das Wetter

Reine Randnotiz: Traumhaftes Wetter sowohl in Berlin, als auch Hamburg, Augenhöhe-Beziehung zum Wettergott #läuft!!

Die Teilnehmer

Hamburg

Gefühlt, aber nicht nachgezählt lag die Teilnehmerzahl bei über 100 Personen. Es war richtig voll und während der Begrüßung waren alle Plätze im großen Stuhlkreis besetzt, so dass der eine und die andere sogar stehen mussten. Von der One-Man-Show bis zum Großkonzern war alles dabei. 

Berlin

Auch in Berlin waren die Reihen gut gefüllt, ich schätze die Anzahl der Teilnehmer auf etwas unter 100. Besonders präsent waren in Berlin die (gefühlt zahlreichen) Vertreter der Deutschen Bahn, die ihren Berliner Verwaltungshauptsitz ja auch quasi direkt um die Ecke haben. Daumen hoch an dieser Stelle für die Neugier und offensichtliche Innovationsbereitschaft dieses großen Konzerns!

Fazit: Heimat oder Hauptstadt?

Aber wo hat es uns als Hamburgern jetzt besser gefallen? Ist es doch am Ende immer am schönsten zuhause? In diesem Fall nicht. Jetzt kommen wir auch nochmal von wir zum ich, das ist mir sowieso dann und wann in diesem Artikel passiert, glaube ich. Ich ganz persönlich habe mich beim Augenhöhe Camp in Berlin etwas wohler gefühlt. Ich fand die Location gemütlicher, die Teilnehmer offener und zugänglicher, die Atmosphäre irgendwie lockerer und auch die Gesprächsergebnisse ein Stückchen wertvoller für mich persönlich. Aber wir sprechen von Nuancen – denn in beiden Städten konnte ich viel LERNEN und ganz ganz viel Inspiration mit nach Hause nehmen – und ich glaube, genau so war das auch gedacht! 🙂 Berlin und Hamburg hin oder her, klare Besuchsempfehlung und Daumen hoch für die beiden Augenhöhe Camps von meiner Seite!

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