Facebook Ads – Erfolgreich schon mit kleinem Budget – Teil 2

Nachdem ich im ersten Teil unserer kleinen Blog-Reihe zum Thema Facebook Advertising zunächst auf die Basics eingegangen bin, möchte ich im diesem Artikel die Möglichkeiten des Targeting auf Facebook näher betrachten und aufzeigen welches Potenzial dahintersteckt.

Zu Beginn stelle ich die These in den Raum, dass es kaum ein Medium / sozialen Kanal gibt, welches auch nur annähernd so gute Möglichkeiten bietet, seine gewünschte Zielgruppe zu erreichen. Facebook selber unterteilt bei der Zielgruppeneinstellung in 5 Bereiche. Ich würde hier aber eine andere Kategorisierung wählen, ein wenig zusammenfassen und in die 4 folgenden Bereiche unterteilen: Persönlich, Demografisch, Sozial und die Facebook Audiences.

Unter Persönliches fällt alles, was eine Person beschreibt, also Arbeit, Ausbildung, Geburtstag, bevorstehende Hochzeit, ob die Person Kinder hat usw. Zur Demografischen Einteilung gehören Eigenschaften wie Sprache, Geschlecht, Land, Alter, Wohnort gemeint. Die Soziale Kategorie umfasst alle Likes des User, seine Interessen, sein Verhalten auf Facebook – mobiler Nutzer oder am Desktop – welches Auto er fährt, ob er bspw. Admin einer Facebook Seite ist usw. Und die Facebook Audiences (auf welche ich im weiteren Verlauf noch tiefer eingehen werde) umfassen die Custom Audience, die man selbst auf Basis von bestehenden Kundendaten erstellt, sowie die Lookalike Audiences, bei der die Zielgruppe mit der Bedingung „hat die gleichen Eigenschaften wie“ erstellt wird.

Mit dem richtigen Einsatz und der Kombination dieser verschiedenen Targeting Möglichkeiten, lässt sich genau die gewünschte Persona erreichen, die man vorher definiert hat.

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Diese beiden Beispiele zeigen perfekt, bis auf welche Mikro-Targeting-Ebene man sich beim Advertising auf Facebook bewegen kann.

Etwas detaillierter möchte ich auf die beiden oben genannten Facebook Audiences eingehen. Hierbei greift Facebook auf bereits bestehende Daten zurück. Im Falle von Custom Audiences sind das die Daten direkt, also Kundenkontakte, Webseitenbesucher oder Mobile-App User. Es wird dementsprechend eine Zielgruppe mit Personen erstellt, welche bereits Interesse am Unternehmen oder am Produkt gezeigt haben. Somit eignen sich Custom Audiences wunderbar zur erneuten Ansprache von bestehenden Kunden oder zum Retargeting von Warenkorbabbrechern. Denn wie bereits seit Jahrzehnten in der Marketing-Theorie doziert wird, ist Neukundengewinnung ca. 6 mal teurer als Kundenbindung (ob diese Zahl noch stimmt und aktuell ist, darüber lässt sich natürlich streiten). Lookalike Audiences greifen zwar auch auf die bestehenden Daten zurück, bilden diese aber nicht in einer Zielgruppe ab, sondern suchen statistische Zwillinge, also Personen, welche ähnliche demografische, soziale und persönliche Merkmale aufweisen. Auf Grund der ähnlichen Merkmale und Verhaltensweise kann davon ausgegangen werden, dass diese Nutzer eine höhere Wahrscheinlichkeit besitzen Kunden zu werden. Diese Zielgruppe eignet sich wunderbar um den bestehenden Kundenstamm kostengünstig zu erweitern.Die Erstellung von Custom Audiences und Lookalike Audiences hat Facebook auf seinen Business Seiten erklärt. Jetzt werden bei einigen sicherlich die Datenschutz-Alarmglocken läuten. Und ja, in Deutschland ist das nicht ganz so einfach. Für weitergehende Informationen empfehlen wir daher die Beiträge auf allfacebook.de oder das Whitepaper von Thomas Hutter / Dr. Carsten Ulbricht.

Der dritte und letzte Teil dieser Blog-Reihe erläutert, was man beim Erstellen von Anzeigen beachten sollte und welche Ziele sich mit welchen Anzeigen erreichen lassen.

Hier geht’s zu Teil 1.
Hier geht’s zu Teil 3.

Veröffentlicht von

André Töpfer

Social Media Profi bei den Ants, Surfer sowohl online als auch offline und Genießer :)

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