Ministry und die Augenhöhe Camps 2016

 

Augenhöhe wird bei uns groß geschrieben. Ist aber auch der Titel eines durch Crowdfunding finanzierten Films für eine bessere Arbeitswelt. Der erste AUGENHÖHE Film hat 2015 viele Menschen und Unternehmen wachgerüttelt und dazu inspiriert, aus alten Arbeitsroutinen auszubrechen. Seitdem ist eine ganze Menge passiert. So finden in Hamburg, Frankfurt, Berlin und München die Augenhöhe-Camps, sowie deutschlandweit diverse Augenhöhe-Stammtische, statt. Die Idee ist zur Bewegung geworden. Wir waren kürzlich in Hamburg und Berlin als Sponsoren und Teilnehmer dabei und möchten nun, mit etwas Zeitverzug, dennoch unbedingt, darüber berichten!  Ministry und die Augenhöhe Camps 2016 weiterlesen

‚Here be Dragons‘ und die Ritter der Schwafelrunde

Warum heißt die Konferenz Next und hat den Untertitel Here be Dragons? Weil Sie dem Publikum Ausblick auf die Zukunft gibt, es zu Innovationen anregt und vor allem die Angst vor Drachen* nimmt. Die Angst also vor Big Data, Context, neue Interfaces, dem Markt? Ich bin mir nicht sicher. Meine Ängste heißen eher Urheberrechtsschutz, Datenschutz, Datendrosselung, Kurzlebigkeit.

Die Next 13 hat dieses Jahr nicht halten können, was sie (oder ich mir?) versprach.**
Die Next 13 hat dieses Jahr nicht halten können, was sie (oder ich mir?) versprach.**

Da sitze ich nun in einem Workshop und bekomme erklärt, wie toll doch AR, QR-Codes, RFID und NFC sind und dass ich meine Kunden damit bedienen solle, um diese langfristig für mich zu gewinnen. Oder ich höre mir im nächsten Vortrag zum wiederholten male an, dass Daten das Öl des 21. Jahrhundert sind. Nicht zu vergessen, dass im Internet of Things Gegenstände miteinander kommunizieren. Das ist Innovation! Aus den letzten Jahren, wohl gemerkt.

Trotzdem kann es spannend sein, wenn ich die Themen weiterdenke. Überlege, was ich mit den Daten oder Things machen kann, wie ich kombiniere, neue und nützliche Produkte entwickle. Aber das haben leider nur wenige vermitteln können. Alleine einige provokative Thesen oder Anregungen hätten den Großteil der Vorträge und Workshops sehenswert gemacht. Aber statt ein wenig Pioniergeist an den Tag zu legen, haben die meisten nur von ihren bisherigen Erfahrungen berichtet. Erfahrungen, die unser einer auch schon machen durfte. Auch ein Peer Steinbrück konnte mit seiner wohl kaum selbstgeschriebenen Rede nicht überzeugen. Und bevor ich nun auf die zehn oder zwölf Vorträge eingehe, die meiner Meinung nach Zeitverschwendung waren, folgend die Gewinner der Next 2013.

Hervorzuheben gilt es in diesem Fall Dan Hill mit seinem wirklich inspirierenden Vortrag „City of Sounds“. Für mich das absolute Highlight auf der Next13. Dan Hill zeigt die digitalen Missstände von Städten auf und zeigt innovative Maßnahmen von so genannten smart citizens.

„We must look somewhere else for inspiration, to the most important aspect of smart cities. That would be smart citizens.“

Empfehlenswert dann entsprechend sein Essay, der Basis für sein Vortrag war.

Weitere sehenswerte Vorträge gab es von Harper Reed (hier geht’s zum Video), welcher schlicht weg gut war, und den Kollegen vom „Design Research Team“ um Gesche Joost der Universität der Künste Berlin mit wirklich starken Ideen. Auch haben Sie aufgezeigt, wie wichtig Prototyping sein kann.

Mit Hilfe des Handschuhs können Taubstumme z.B. SMS schreiben.
Mit Hilfe des Handschuhs können Taubstumme z.B. SMS schreiben.

„Prototyping is a way of thinking and go back and forth.“

 

* Siehe Seite 28/29 

** Hier sei erwähnt, dass ich nicht alle Sessions gesehen habe und entsprechend nicht alles beurteilen kann.